Auslagerung der Eigenen Dateien bzw. Benutzerordner

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Will man derzeit seinem Computer etwas Beine machen, ist kein Thema so “heiß” wie die SSD – Solid Stat Dives – zu Deutsch Festkörperlaufwerke. Diese Flashspeicher reduzieren zum einen den Energiebedarf und bieten zudem enorm kurze Zugriffszeiten. Neben diesen beiden und vielen weiteren Vorteilen, schlägt sich aber jedes Megabyte Speicher im Preis nieder. Kann die Auslagerung der Benutzerordner auf eine konventionelle Festplatte helfen?

Zur Zeit spiele ich mit dem Gedanken eine SSD als Systemplatte anzuschaffen, um meinen Rechner eine Stück leistungsstärker, leiser und effizienter zu machen. Für die meisten Belange des PC-Alltages bringen Erhöhungen beim Arbeitsspeicher, der Prozessor-Leistung oder der Grafikkarte kaum noch fühlbare Verbesserungen. Ganz im Gegensatz dazu der lange vernachlässigte Sektor der Festplatten bzw. Speichermedien.

Über die konkreten Vor- und Nachteile lasse ich mich sicher an anderer Stelle aus. Das Hauptaugenmerk soll heute bei der Vorbereitung auf eine neue SSD liegen. Bei den Planungen wie das künftige System aufgebaut sein soll, kommt auf jeden Nutzer (mit ähnlicher Idee) folgendes Problem zu: jedes Megabyte Speicherplatz auf einer SSD bedeutet heutzutage einige Euro mehr bei der Anschaffung. Wie also ein komplettes Windows 7 (64-bit) Betriebssystem mit leistungsorientierter Ausrichtung trotzdem “speicherfreundlich” einrichten?

Bildschirmfoto des Ausführen FenstersMein Ansatz: Auslagerung. Ich plane die “Eigenen Dateien” (dort liegen die speicherintensiven Verzeichnisse Downloads, iTunes Musik, Bilder und Dokumente) und das Aufzeichnungsverzeichnis des Windows Media Center auf meine herkömmliche Festplatte auszulagern. Diese würde dann nur anspringen (also Strom verbrauchen, Lärm emittieren und dem Verschleiß unterliegen), wenn tatsächlich darauf zugegriffen werden müsste. An dieser Stelle ist also gute Planung alles.

Wie bewerkstelligt man das nun korrekt?

Mir ist folgender Lösungsansatz eingefallen:

  1. Via “Start” und “Ausführen” (oder Windows Taste + R) den Befehl “regedit” ausführen (so kann man die Registry bearbeiten)
  2. Nun zu „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList“ navigieren
    (dort sind die Pfade zu den Benutzerverzeichnissen hinterlegt)
  3. Hier den Schlüssel “Profiles Directory” auf den neuen, ausgelagerten Pfad anpassen
  4. Zuletzt müssen die Strukturen und Dateien manuell ans Ziel kopiert bzw. ausgeschnitten werden
    (also normal Ausschneiden/Kopieren und einfügen)

Bildschirmfoto des Registrierungs-Editors bei ProfileList

In den beispielhaften Bildern ist die Standardaufteilung beibehalten – also noch nichts ausgelagert. Übrigens bietet dieser Ansatz einen Vorteil gegenüber dem Verfahren mit “Rechtsklick – Pfad – Verschieben”: hier werden alle Benutzer von der Pfadänderungen betroffen. Ergo macht man sich auch bei vielen Benutzern nur einmal Arbeit!

Über den an gleicher Stelle vorhandenen Schlüssel “Public” lässt sich auch die Struktur der öffentlichen Ordner anpassen.

Zu einem endgültigen Ansatz bin ich noch nicht gekommen, aber bei einer 40 GB – 80 GB großen SSD, sollte der o.g. Ansatz noch viel Luft für das Betriebssystem und Porgramme schaffen. Im Endeffekt muss man darauf achten, alle abgelegten Dinge (Datenhalden wie Urlaubsfotos, Filme, Sicherungen) auf die konventionelle Festplatte zu verschieben und nur Programme/Dateien auf der SSD unterzubringen, die wiederum von schnellen Zugriffszeiten profitieren; Photoshop wäre sicher ein Kandidat für die SSD, während die Urlaubserinnerungen von letztem Jahr wohl ruhig auf der HDD parken könnten.

Veröffentlicht von

Ein "Digital Native", der sich für vieles interessiert und zu noch mehr eine Meinung hat. Pendelt beruflich quer durch Deutschland, erlebt (nicht nur dabei) so einiges. Gnadenloser Facebook-Feind, Missionar für sauberen Quellcode und sportbegeisterter Würzburger mit starker Affinität zu allen elektrischen Spielereien.

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